PC Welt 04.06.2009

4. Juni 2009

Titel des Beitrags:  Servertrend – Windows und Linux erobern die Server

Auszug: „Wachablösung auf dem Servermarkt: X68-Server von Intel oder AMD mit Windows oder Linux als Betriebssystem übernehmen immer mehr Aufgaben klassischer Risc-Unix-Systeme.“

Darum falsch: Zunächst mal ist die Überschrift natürlich schon in höchsten Maßen irreführend, Linux und Windows beherrschen den Server Markt schon länger. Aber viel schlimmer ist es natürlich, wenn man den Praktikanten in Vorspännen rumpfuschen lässt und diese dann nicht mehr korrigiert. Mir zumindest ist kein X68-Server bekannt, auf dem Windows läuft. Richtiger währe wohl der x86-Server. Zahlendreher, klar, aber bei nem PC-Magazin kann man schon ein bisschen was erwarten.

Spiegel Online 16.01.2009

4. März 2009

Titel des Beitrags: Microsofts seltsamste Werbekampagne

Auszug: Ein Mädchen sitzt fröhlich vor ihrem Laptop und singt, wie toll „Songsmith“ doch ist – das Musikproduktionsprogramm aus dem Hause Microsoft läuft nur auf Windows-Rechnern.

Darum falsch: Selbst wenn Microsoft für den Songsmith-Werbespot einen Apple nutzen würde – möglich ist es in jedem Fall. Denn was die Spiegel Netzwelt in ihrer Microsoft-Basherei übersieht: Ein aktueller Apple unterscheidet sich unter der Haube in nichts, aber auch gar nichts, von einem Windows PC. Mittels Bootcamp lassen sich darauf auch beliebige Windows-Betriebssysteme installieren. Worüber der Spiegel auch selbst berichtet hat, gut, als Redakteur liest man nicht immer die eigenen Webseiten. Peinlich auch, dass mittlerweile einige Zeit ins Lande gegangen ist, aber sich immer noch nichts getan hat.

PC-Welt 03.03.09

3. März 2009

Titel des Beitrags “SCHUTZ FÜR HANDYS – Kaspersky Mobile Security 7 Enterprise Edition

Auszug: “Kaspersky Mobile Security Enterprise Edition beinhaltet deshalb auch einen Diebstahlschutz.”

Darum falsch: Es handelt sich bei der Funktion mitnichten um einen Diebstahlschutz, als viel mehr um eine Möglichkeit, Daten remote mit einer SMS zu löschen. Damit wird kein Diebstahl verhindert, denn die Funktion kommt erst zum tragen, wenn das Handy schon weg ist.

Pressetext – 03.03.2009

3. März 2009

Titel des Beitrags: “Erste Antivirenlösung für Netbooks präsentiert”

Auszug “Der deutsche Antiviren-Hersteller G Data hat heute, Dienstag, auf der CeBIT die erste Antivirenlösung für Netbooks vorgestellt.”

Darum falsch: Netbooks unterscheiden sich im Betriebssystem und dem Aufbau nicht von anderen Notebooks oder Desktop PCs. Ihnen fehlt zwar ein CD/DVD-Laufwerk, aber das ist bei Subnotebooks ebenfalls so. Daher besteht kein Grund, eine “Extra”-Version zu bewerben, nur weil die auf einem USB-Stick erscheint, sonst aber “keinerlei Unterschied zur regulären Version enthält”. Zumal nicht GData die “ersten” waren, sondern Kaspersky bereits zwei Tage eher auf diese Werbezug aufgesprungen ist. (wie etwa hier berichtet, auch hier unterscheiden sich die Netbook-Versionen in nichts von den normalen, downloadbaren Antiviren-Lösungen der Hersteller.)

Brauchts das?

3. März 2009

Ja. Ich habs satt, dass immer mehr Medien immer mehr Schlampereien schreiben und der dumme Leser alles brav wiederkäut. Schwachsinn bleibt Schwachsinn, auch wenn es ein Flüchtigkeitsfehler ist. 

Schuld sind nicht nur die Redakteure oder ihre billigen Ersatzarbeiter (aka Content Manager), sondern auch die Leser, die alles schlucken, was man ihnen vorsetzt. Schluss.


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